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Fast wichtiger als der Bogen sind für den Schützen passende Pfeile. Um ein gutes Trefferbild zu erzielen müssen diese möglichst gleiche Eigenschaften haben. Meist baut man gleich einen ganzen Pfeilsatz, um Abweichungen zu vermeiden. Selbst wenn man noch so sorgfältig gebaut hat, stellt sich häufig heraus, dass man mit einigen Pfeilen eines Satzes einfach besser trifft. Das liegt dann an minimalen Abweichungen zum Beispiel in der Struktur der Federn oder des Holzes.

Spinewert

Primitivbögen sind in der Regel so gebaut, dass Sehne und Griff einander überdecken. Bei modernen Bögen ist das anders. Dort gibt es meist Aussparungen, die ein Schussfenster bilden. Liegt die Sehne genau über diesem Fenster wird dies als Centershot bezeichnet. Ziel, Pfeilspitze, Pfeilende und Sehne liegen dann auf einer Linie. Bei Bögen ohne Centershot liegt der Pfeil schräg auf der Geraden zwischen Sehne und Ziel. Der Pfeil fliegt also ins Ziel, ohne dass er beim Abschuss genau in dessen Richtung zeigt. Man nennt das Archers Paradoxon. Für Primitivbögen bedeutet das, dass der Pfeil sich beim Abschuss um den Griff herumschlängeln muss. Dafür muss er biegsam genug sein. Um die Steifigkeit eines Schaftes zu messen, benötigt man zwei Auflagepunkte, die 26" auseinander liegen. Der Schaft wird dann so darauf gelegt, dass die Jahresringe senkrecht ausgerichtet sind. Das entspricht der Hauptbiegerichtung eines fertigen Pfeiles beim Abschuss. Nun hängt man in die Mitte des Pfeiles ein Gewicht von zwei englischen Pfund. Die Durchbiegung wird dann in tausendstel Zoll gemessen und anhand von Tabellen in das passende Zuggewicht für einen Normbogen umgerechnet. Das resultierende Maß für die Steifigkeit eines Pfeilschaftes ist der Spinewert. Je höher dieser ist, desto steifer ist auch der Pfeil.

Pfeilgewicht

Um den passenden Pfeil zum Bogen zu bauen muss nicht nur die Flexibilität des Schaftes sondern auch das Gewicht des Pfeiles beachtet werden. Ein Pfeil, der zu schwer ist, erreicht keine hohe Abschussgeschwindigkeit. Deswegen kann er ins Trudeln geraten, was kein akkurates Schießen ermöglicht. Ein zu leichter Pfeil nimmt nicht ausreichend Energie auf. Der Rest wird dann im Bogen selbst verbraucht und kann dort zu Beschädigungen führen. Diese treten häufig erst bei Dauerhaftem Gebrauch zu leichter Pfeile auf. Aber auch der Abschuss eines einzigen zu leichten Pfeiles kann zu Brüchen führen. Deswegen sollte man einen Bogen auch nie ohne Pfeil schießen.

Pfeilbau





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